„Reservierungsgebühr“ – Geld zurück vom Makler?!

Wenn die passende Immobilie erst einmal gefunden ist, soll einem beim Erwerb keiner mehr zuvor kommen. Makler lassen sich deshalb oft eine so genannte „Reservierungsgebühr“ dafür versprechen und auch bezahlen, dass sie das  Objekt für eine bestimmte Zeit nicht weiter auf dem Markt anbieten.

Meist  finden sich solche Vereinbarungen in vorformulierten Verträgen. Sie sind aber regelmäßig unwirksam. Der Makler muss dann dem Interessenten, der sich doch nicht zum Kauf entscheidet, sein Geld zurückzahlen. Denn durch eine formularvertragliche Reservierungs-vereinbarung wird der Kaufinteressent unangemessen benachteiligt: Über die „Reservierungsgebühr“ versuchen Makler letztlich nur, sich eine Vergütung auch für den Fall zu sichern, dass ihre Vermittlungsbemühungen scheitern.

Der Kaufinteressent dagegen hat aus einer solchen Vereinbarung keinen nennenswerten Vorteil. Er zahlt einen  erheblichen Betrag, ohne Gewähr dafür zu haben, dass er seine  Wunschimmobilie letztlich auch erwerben kann. Denn der Verkäufer ist nicht daran gehindert, seine Verkaufsabsicht aufzugeben oder das Objekt anderweitig zu veräußern.

Außerdem ist die Zahlung einer „Reservierungsgebühr“ regelmäßig geeignet,
den Erwerber in seiner Entscheidungsfreiheit zu beeinflussen.

Hinweis der Kanzlei Kastl (M.A.) & Kollegen:

  1. Verpflichten Sie sich möglichst nicht zur Zahlung einer Reservierungs-gebühr.
  2. Kommt der Kaufvertrag nicht zustande, können Sie eine bereits bezahlte Reservierungsgebühr regelmäßig zurück fordern.

Rechtsanwalt Roland Thalmair
www.kastl-kollegen.de

Advertisements